Anfangs noch eine Grafschaft, formte sich ab 1120 allmählich die Siedlung Alt-Saarbrücken. Auf Geheiß von Graf Simon III. wurde 1263 die Kapelle St. Elisabeth errichtet, die das älteste Bauwerk der Stadt ist. Durch Johann I. erhielt Saarbrücken das Stadtrecht, wodurch ihr Privilegien wie das Marktrecht zuteil wurden. Der Dreißigjährige Krieg zerstörte die aufblühende Stadt weitestgehend. Im Zuge des Französisch-Niederländischen Kriegs wurde Saarbrücken beinahe vollständig niedergebrannt.
1741 erfuhr die Stadt durch Fürst Wilhelm Heinrich eine Hochkonjunktur. Diese stellte sich mit dem Bau von Eisenschmelzen und der Einrichtung einer Infrastruktur ein. Prachtvolle Gebäude wie das Residenzschloss Saarbrücken entstanden. 1775 wurde die Ludwigskirche errichtet, das Wahrzeichen der Stadt. Diese ist seitdem auch eine der imposantesten Barockbauten Deutschlands.Nach Auseinandersetzungen mit Frankreich wurde Saarbrücken im Zuge deutscher Zurückeroberung von Preußen annektiert. Daraufhin erschütterte der Deutsch-Französische Krieg die Stadt. Am 1.04.1909 vollzog sich eine Vereinigung der Städte Alt-Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach zu Saarbrücken. Somit avancierte die Stadt zur fünftgrößten Großstadt auf deutscher Seite des Rheins. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde das Saarland 1957 Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.
Tourismus
Trotz seinem Image als graue Maus ist Saarbrücken ein beliebtes Ziel für Touristen. Durch seine Vielfältigkeit bietet das Saarland allen Reisenden passendes Programm. Von Wanden bis Wellness ist hier alles möglich. Saarbrücken selbst ist bei Kulturreisenden sehr beliebt. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet Saarbrücken zahlreiche Hotels in allen möglichen Preisklassen (mehr zu dem Thema)
Leben
Die Stadt bietet für Jung und Alt ein angenehmes Wohnklima. Hier wohnen alle Generationen sowie Menschen mit Migrationshintergrund in einem sozialen Umfeld. Saarbrückens öffentliche Einrichtungen wie Kinos und Spielplätze machen die Stadt für Kinder und Jugendliche sehr attraktiv. Ihnen werden auch diverse Ferienprogramme und Sportvereine geboten. Als Universitäts- und Wissenschaftsstadt ist Saarbrücken ein Ort, der auch für Studenten ansprechend ist. Sieben Hochschulen, Forschungseinrichtungen und eine Stadtbibliothek stellen umfangreiche Bildungseinrichtungen zur Verfügung.
Ältere Menschen haben die Möglichkeit, spezielle Seniorentage und -veranstaltungen zu besuchen. Doch das ist nur ein kleiner Abriss der breitgefächerten sozialen und bildungspolitischen Angebote.
Kultur
Saarbrücken ist vor allem für seine Kinos bekannt. Das Filmfestival „Max Ophüls Preis“ erfreut sich über 30.000 Besucher jährlich. Abgesehen von Filmfestivals und deutsch-französischen Festivitäten sind verschiedene Theater in der Stadt zu finden. Zahlreiche Museen wie das Historische Museum Saar offerieren ein vielfältiges Kulturprogramm. Interessierte auf diesem Gebiet können ab dem 30. November die neueröffnete Stadtgalerie Saarbrückens besichtigen. Des Weiteren finden Kultur- und Lesetreffs statt.
Wirtschaft
Angrenzend an Frankreich profitiert Saarbrücken von interregionaler Zusammenarbeit. Auf Grund von zahlreichen Standortvorteilen haben sich hier Industrie und Dienstleitungen ausgebreitet.
Die Lage am Rhein begünstigt eine Großschifffahrtstraße. Es ist außerdem eine Verbindung zum Fernstraßennetz und ein internationaler Flughafen vorhanden.
Darüber hinaus erlaubt Saarbrückens Infrastruktur eine schnelle Erreichbarkeit europäischer Metropolen. Dies sind attraktive Gesichtspunkte, welche Unternehmen bei ihrer Standortwahl berücksichtigen.





